| 01.08.2004: Nachtrag Mt. Fuji 24./25.07.04 | |
| An diesem Wochenende stand nun endlich der Nachtaufstieg des Mount Fuji auf dem Programm. Der ist mit 3776 m der höchste Berg in Japan und wird von allen Japanern sehr verehrt und geschätzt. Samstag haben wir uns also zu dritt aufgemacht und sind mittags mit dem Bus bis zur 5. Station auf 2300 m gefahren. Dort kamen im 5-Minuten Rhythmus Busse an und wir konnten erahnen was uns erwartet, aber dazu später mehr! Gegen 20 Uhr haben wir uns dann mit einem Rucksack voller Getränke, Essen und warmen Sachen auf den Weg gemacht. Anfangs war der Weg noch sehr breit und wir brauchten keine Taschenlampe, da der Mondschein völlig ausreichte. Von dort hatte man schon eine super Aussicht ins Tal und wir konnten dort noch ein Feuerwerk in einer Stadt beobachten. Der gesamte Weg bestand dann aus Serpentinen. Anfangs bestand der Weg, da der Berg ein alter Vulkan ist, aus feinkörnigem Vulkanschotter. Da es auch sehr steil war, machte man 2 Schritte nach vorne und einen zurück und es war unglaublich anstrengend. Auf dem Weg nach oben waren verschiedene kleine Hütten, die aber total überfüllt und logischerweise überteuert waren. Sowohl beim Blick den Berg hoch, als auch auf den zurückgelegten Weg, konnte man überall die Lichter der Menschenmassen erkennen, die sich in großen Gruppen den Berg hochquälten. Einige Stunden sind wir dann gelaufen und haben immer wieder kurze Pausen gemacht, da es sehr anstrengend war. Teilweise mussten wir auch einfach nur auf einer Stelle warten, da es so voll war, dass es einfach nicht mehr vorwärts ging. Man kam sich vor wie bei Aldi an der Kasse!!! Auf knapp 3400 m waren wir dann mittlerweile auch so fertig, dass wir am liebsten aufgegeben hätten. Wir waren übermüdet, hungrig und es war dort oben auch richtig kalt, was wir durch die Erschöpfung noch extremer empfunden haben. Sehr faszinierend war dort aber der Sternenhimmel, an dem man unglaublich viele Sterne und auch ein paar tolle Sternschnuppen beobachten konnte. Letztendlich haben wir uns dann jeden Höhenmeter hochgequält. Bei knapp 3600 m haben wir uns dann in eine windgeschützte Ecke gesetzt und den Sonnenaufgang beobachtet. Der war trotz der Wolkendecke, die über dem Tal lag, absolut faszinierend und beeindruckend. Zum Glück wurde es dann dank der Sonne auch langsam wieder wärmer und später haben wir uns wieder eingereiht und auf die letzten Meter bis oben gemacht. Oben angekommen merkten wir dann die totale Erschöpfung und konnten die Aussicht und das Umfeld gar nicht richtig genießen. Nach ein paar Pflichtfotos an allen wichtigen Stellen haben wir uns dann schnellstmöglich wieder auf den Rückweg begeben. Auch oben war es absolut voll, überall wo man hinsah waren Menschen, unglaublich. Eine Sache ist mir aufgefallen, die mal wieder typisch für Japan ist. Selbst auf dem höchsten Berg mit 3776 m hat man volles Handynetz und viele Japaner haben da oben telefoniert und Mails geschickt! Verrückt und typisch Japan!!! Der Abstieg ging dann zum Glück wesentlich schneller aber nicht wirklich komfortabel, da es auch nur tiefer Schotter war in dem man hervorragend umknicken konnte. Auch der Weg schien endlos zu sein, aber nach knapp 3 Stunden waren wir dann endlich wieder an der 5. Station auf 2300 m angekommen. Leider mussten wir dort noch über 2 Stunden auf unseren Bus warten. Dann ging es endlich wieder Richtung Tokyo. Von Shinjuku dann noch mit der Bahn bis Higashi und dann mit dem Taxi zum Wohnheim. um 16 Uhr waren wir dann endlich wieder zu hause und uns war die völlige Erschöpfung auch ins Gesicht geschrieben. Ich habe noch nie in meinem Leben etwas so anstrengendes mitgemacht und musste wirklich feststellen wo die Grenzen sind! Trotzdem gab es dann zum Abschluss im Wohnheim erstmal ein kühles Bier und anschließend eine ausgiebige Dusche. Gegen 20 Uhr bin ich dann endlich nach 36 h auf den Beinen und diesem Kraftakt ins Bett gegangen und konnte natürlich sofort schlafen. Die ganze Woche merkte man irgendwie noch die Anstrengung in den Knochen und man braucht erstmal ein paar Tage um sich wieder zu erholen. Es war mal eine sehr interessante Erfahrung, aber ich würde es nicht noch mal machen, da es einfach viel zu voll und auch zu anstrengend war wenn man nicht gerade Bergsteigen als Hobby hat!!! Da bleibe ich lieber beim Wassersport… | |
| 01.08.2004: Nachtrag 19.07.04 Feiertag | |
| Der Montag war zum Glück ein Feiertag und somit für alle Leute frei. Wir haben uns schon seit Wochen auf diesen einen Tage und das somit lange Wochenende gefreut. Den Tag habe ich dann mal genutzt um mir wieder einen Teil von Tokyo anzugucken. Ich war in Harajuku, dem Viertel für junge ausgeflippte Leute. Dort sind Geschäfte in denen man die verrücktesten Sachen kaufen kann, die man in Deutschland maximal Karneval anziehen würde. Eine sehr große Straße bestand dann aber nur aus Geschäften aller bekannten Marken dieser Welt. Diese endete dann an einer großen Kreuzung an der auch der Haupteingang zum Yoyogi Park liegt. Direkt an der Kreuzung haben ein paar Japaner ein kleines Rockkonzert gegeben. Es sah sehr lustig aus, wie die da mit ihren Instrumenten und Verstärkern standen und im Hintergrund ständig die Autos vorbeifuhren. Von dort aus bin ich dann eine Runde durch den Yoyogi Park gegangen um mir den Meji Schrein anzusehen. Überall in dem Park stehen sehr alte hohe Bäume und alles ist sehr verwachsen, sodass man das Gefühl hatte in einem Regenwald zu sein. Im gesamten Park war eine herrliche Ruhe und es waren kaum Leute unterwegs. Man hatte wirklich nicht das Gefühl mitten in Tokyo zu sein, da man auch den ganzen Lärm rundherum kaum noch hören konnte. Der Schrein selber war dann auch sehr groß und schön. Sehr faszinierend und interessant war dann noch ein riesengroßer Baum, der im Innenhof stand. Um den Baum herum konnte man kleine Holzplatten hängen, auf die man seine Wünsche für die Zukunft schreiben muss. Zufälligerweise kam dann auch noch eine traditionelle Hochzeitsgesellschaft vorbei, die dort in den Gebäuden des Schreins eine traditionelle Trauung durchgeführt hat. Auch dieser Tag war sehr schön, da ich endlich mal ohne Rücksicht auf andere alleine herumlaufen und so wieder einen kleinen Teil von Tokyo erkunden konnte. | |
| 01.08.2004: Nachtrag Yokohama 18.07.04 | |
| Am Sonntag dem 18.07.04 sind wir mal wieder nach Yokohama gefahren. Dort sollte abends ein riesen Feuerwerk im Hafen sein. Schon auf dem Weg nach Yokohama waren Menschenmengen unterwegs und als wir schließlich in Yokohama angekommen waren wurden es immer mehr. Schon mittags strömten tausende Menschen in den Hafenbereich um sich bei 35 bis 40 Grad die besten Plätze zu reservieren. Jeder Quadratmeter in dem Park am Hafen und auch in der umliegenden Gegend war schon entweder von Japanern besetzt oder durch blaue Planen reserviert. Es hatte schon etwas von einem Volksfest, da überall Fressbuden und Getränkestände zu finden waren. Als das Feuerwerk dann los ging war es überall absolut voll. Ich habe noch nie so viele Menschen auf einem Fleck gesehen, unglaublich. Die Wiesen und alle freien Flächen, selbst die 4-spurigen Strassen am Hafenbereich, waren komplett gefüllt mit Menschen, die alle auf dem Boden saßen und das Feuerwerk beobachtet haben. Sehr viele junge Leute waren im Kimono gekleidet, da das bei dem Feuerwerk ein traditioneller Brauch ist. Das Feuerwerk war dann auch wirklich sehr toll und dauerte über eine Stunde. Die Atmosphäre dort im Hafenbereich war wirklich absolut faszinierend. Leider strömten rund 90 % der Leute nach dem Feuerwerk alle in Richtung Bahnstation und es war ein riesen Chaos. Ein großer Teil der Stadt war gesperrt, damit die Menschenmengen überhaupt Platz hatten und wieder nach Hause gehen konnten. Wir waren dann auch froh, als wir endlich in der Bahn waren und schließlich nach langer Fahrt endlich zu hause waren. Es war ein echt schöner Tag, aber es war insgesamt viel zu heiß, auch spät abends waren es noch knapp 30 Grad! | |
| 07.07.2004: Nachtrag Juni Teil 1 | |
| Der ganze Juni war mal wieder so schnell vorbei, dass ich es irgendwie nicht geschafft habe mal was Neues zu berichten. Eigentlich ist auch nicht viel Neues passiert, die Wochen selber waren meist unspektakulär wie bei jedem anderen in Deutschland wahrscheinlich auch. Mitte Juni bin ich mit einem Kollegen zu einer Messe nach Tokyo gefahren und außerdem war mal wieder eine Welcome-Party für die Neuen bei uns im Büro. An den Wochenenden ging es dann natürlich wieder nach Tokyo um neue Teile der Stadt zu sehen oder mal wieder das Nachtleben zu genießen. Endlich habe ich es auch mal geschafft mir einen Teil des Kaisergartens anzusehen der Mitten im Zentrum von Tokyo liegt. Und dann war da natürlich noch die EM in Portugal... | |
| 07.07.2004: Nachtrag Juni Teil 2 - EM | |
| Zuerst natürlich mal herzlichen Glückwunsch an die Griechen und an König Otto, klasse Leistung, hat mich sehr gefreut! Wir waren natürlich auch hier im fernen Japan stark an der EM interessiert und haben versucht so viele Spiele wie nur möglich zu sehen. Leider waren die Spiele aufgrund der Zeitverschiebung hier immer mitten in der Nacht, aber die wichtigen Spiele, wie auch das Finale, konnten wir uns ja nicht entgehen lassen. So natürlich auch die deutschen Spiele, wobei das ja zum Glück nur 3 waren. Diese wurden leider im Pay TV übertragen, und so haben wir dann die Spiele nur via Internet bei WDR 2 als Vollreportage mitverfolgen können. Zur katastrophalen Leistung der deutschen Elf, speziell in den letzten zwei Spielen, kann ich nur sagen, wer so spielt, hat es auch verdient auszuscheiden. Das Viertelfinalspiel der Griechen gegen Frankreich haben wir in Tokyo in einem englischen Pub geguckt. War sehr gut, da sehr viele Europäer dort waren und auch ein paar Griechen, die natürlich komplett ausgeflippt sind, als die Griechen dann gewonnen haben! Aber das war ja scheinbar überall auf der Welt so!? Durch den Sieg der Griechen im Finale konnte ich dann auch noch bei unserem Tippspiel stark aufholen, da ich es auch genauso getippt hatte. Insgesamt hätte ich gerne mehr Spiele gesehen, aber jetzt bin ich auch froh, dass die EM vorbei ist und ich die Nächte mal wieder komplett zum schlafen nutzen kann. | |
| 07.07.2004: Nachtrag Juni Teil 3 - Messe Tokyo | |
| Am 18.06.04 bin ich mit meinem Kollegen spontan zu einer Messe (Design Engineering & Manufacturing Solutions Expo) in Tokyo gefahren. Mein Chef hatte mir das empfohlen und gemeint, dass die alle dort auch ohne Probleme Englisch sprechen?! Das Messegelände befindet sich im Südosten von Tokyo auf einer künstlichen Insel. Das ganze Gelände ist noch sehr neu und es war sehr faszinierend die vielen Hotels, Hallen und Messegebäude zu sehen, da diese halt auch dementsprechend groß sind. Jeder Messebesucher bekam dann erstmal einen wichtigen Messeausweis den er sich umhängen musste, so auch wir. Und dann ging es auch schon los. Zuerst habe ich mir mit meinem Kollegen einige Stände angeguckt, die für uns hier bei Bosch interessant sind. Später bin ich dann alleine herumgelaufen, was auch sehr lustig war. An allen Ständen waren viele kleine Hostessen, die einen sofort vollgequatscht haben und meine Daten oder besser Visitenkarte haben wollten. Da ich natürlich keine Visitenkarten habe, mussten der Name und die Firma reichen. Als Dankeschön hat man dann überall Werbegeschenke bekommen. Ich habe selten so unsinnige und verrückte Sachen gesehen wie da! Typisch Japan. An einigen Ständen habe ich dann auch versucht mal auf Englisch ein paar Infos zu bekommen, das war jedoch meist unmöglich. Man hat dann schnell eine Tüte mit japanischen Katalogen und einem Werbegeschenk in die Hand gedrückt bekommen und sollte damit zufrieden sein. Nach einigen Versuchen habe ich es dann aufgegeben und mir dann nur noch ein paar Präsentationen und natürlich die vielen hübschen Hostessen angeguckt! An einigen Ständen kamen auch Hostessen mit einem Scanner auf einen zugelaufen und wollten den Strichcode auf dem Messeausweis scannen. Auch dafür hat man natürlich irgendwelche schwachsinnigen Präsente bekommen! Insgesamt war es schon echt eine lustige Sache, mal eine Messe in Japan zu sehen. Und ein paar Infos konnte ich dann doch mitnehmen, sodass es nicht ganz umsonst war... | |
| 07.07.2004: Nachtrag Juni Teil 4 - Ende der Regenzeit?! | |
| Wie uns von allen Japanern im Mai erzählt wurde, sollte der Juni die Regenzeit sein und es sollte wirklich immer den ganzen Tag regnen. Ein paar Tage hat es auch geregnet, aber den größten Teil des Junis war es schön. Seit einigen Wochen ist das Wetter einfach super. Fast die ganze Zeit ist es hier sonnig und richtig warm. Schon morgens wenn ich zur Arbeit gehe sind oft ca. 25 ° C und strahlendblauer Himmel, viel zu schade zum Arbeiten! Mittags ist es dann meist auch unerträglich warm bzw. oftmals schwül und drückend. Auch wenn es mal bewölkt ist und nach Regen aussieht ist aber keine Abkühlung in Sicht, die Klimaanlage in meinem Zimmer und auch in den Büros läuft seit Wochen ohne Unterbrechung. Also insgesamt habe ich hier keinen Grund zu klagen, gerade am Wochenende war es auch oftmals einfach super und wir konnten bei bestem Wetter den Tag in Tokyo verbringen und den Sommer genießen. Ich hoffe, dass es so bleibt und auch in den nächsten Wochen nicht mehr viel regnet, obwohl es vielleicht mal ganz gut wäre, da sonst eventuell im August zeitweise das Wasser abgestellt werden muss?! | |
| 07.07.2004: Nachtrag Juni Teil 5 - Ginza, Shinjuku, Kaiserpalast | |
| Die letzten Wochenenden habe ich natürlich auch wieder genutzt um nach Tokyo zu fahren und mir mal wieder ein paar neue Ecken anzugucken. An einem Wochenende war ich im öffentlichen Teil des Kaisergartens. Leider ist der Grossteil des ganzen Kaiserareals nur an 2 Tagen im Jahr für Besucher zugänglich. Der Teil in dem ich war, ist auch relativ groß und absolut super gepflegt. Überall super Golfrasen und eine Menge interessante Bäume. Es war wirklich sehr interessant den Garten und die Zugänge über den großen Wassergraben zum Kaiserpalast zu sehen und eine Vorstellung zu bekommen, wie groß der ganze Bereich da im absoluten Zentrum von Tokyo ist. Von dort aus bin ich dann noch ein wenig durch das anliegende Viertel gelaufen in dem fast nur große Bürogebäude von großen Banken und Firmen stehen. Man hat schon gemerkt dass dort eine Menge Geld vorhanden ist, viele schöne teure Autos und auch noble Geschäfte und Restaurants. Später war ich dann noch in Ginza, ebenfalls ein Einkaufsviertel mit Geschäften aller bekannten Marken der Welt und tausenden Menschen die die Strassen auf und ab laufen. Faszinierend. Letzten Samstag waren wir dann auch mal wieder in Shinjuku ein wenig einkaufen. Wieder einmal war strahlendblauer Himmel und es waren knapp 30 ° C. Den ganzen Tag sind wir dann durch Shinjuku gelaufen und haben verschiedene Geschäfte durchforstet. Da eine Art Schlussverkauf war und alles reduziert war, liefen scheinbar noch mehr Menschen rum als sonst schon, absoluter Wahnsinn. Sehr lustig war es dann noch in einem Elektronikkaufhaus. Dort war eine Abteilung mit Massagegeräten. Unter anderem auch zwei lange Reihen mit Hightech Massagestühlen. Und die Stühle waren alle komplett belegt und die Leute haben dort mal eine Pause eingelegt, aber nicht nur ein paar Minuten, einige saßen da wirklich sehr lange. Auch die Massagegeräte für den Nacken oder die Füße wurden da ausgiebig von den Japanern getestet. Ich konnte es dann natürlich nicht sein lassen und musste so einen Massagestuhl ausprobieren. Es war auch absolut super und erstaunlich wie gut so ein Sessel das kann, obwohl er manchmal etwas zu brutal war, aber das lag sicher daran, dass ich die Fernbedienung nicht lesen konnte und so auch nichts verstellen konnte an den zahlreichen Knöpfen. Gegen Abend waren wir dann noch in einer Bar und haben draußen zwischen mehreren Hochhäusern das schöne Wetter bei einem kühlen Bier genießen können. Auch dieser Tag war mal wieder sehr gut, da wir viele neue Ecken von Shinjuku gesehen haben und immer wieder das bunte Treiben überall beobachten konnten. Die nächsten Wochenenden sind auch schon alle verplant und ich hoffe, ich schaffe es dann auch mal wieder schneller zu berichten, was ich so erlebt habe! | |
| 28.06.2004: Aktualisierung folgt! | |
| Wie Ihr ja sicher gesehen habt, hänge ich etwas hinterher mit der Berichterstattung. In den nächsten Tagen werde ich aber mal wieder ein paar Bilder auf die Seite stellen und ein wenig berichten was ich so in den letzten Wochen erlebt habe. Also habt noch ein wenig Geduld… | |
| 28.06.2004: Halbzeit | |
| Und schon ist der Juni auch wieder so gut wie vorbei und das heißt Bergfest. Die Hälfte meiner Zeit hier in Japan ist schon vorbei. Es folgen noch knapp 11 Wochen und dann ist schon Koffer packen angesagt. Auch die restlichen Wochen werden sehr schnell vorbei gehen, da es noch super viel zu sehen gibt. Natürlich freue ich mich besonders auf meine 2 Wochen Urlaub im August wenn Lutz und Uli mich besuchen kommen! Auch in den kommenden Wochen werde ich regelmäßig berichten und mal wieder ein paar neue Fotos auf die Seite stellen, um Euch einen Eindruck meiner Zeit hier zu vermitteln. Ich freue mich natürlich auch weiterhin über E-Mails, Anrufe oder Einträge ins Gästebuch!!! Also macht es gut und meldet Euch mal… | |
| 03.06.2004: Nachtrag Odaiba 29.05.04 | |
| Seit einigen Tagen ist hier super Wetter, 25 - 30 ° C und super Sonnenschein. Daher sind wir dann am Samstag nach Odaiba gefahren. Odaiba ist eine künstliche Insel im Südosten von Tokyo. Die Insel besteht unter anderem aus einem langen, schönen Sandstrand, Einkaufszentren, Restaurants und Bars. Wir waren dann gegen Mittag da und haben wunderbar mit Blick auf die Skyline von Tokyo und auf die Rainbow Bridge die Sonne am Strand genießen können. Der Strand war auch recht leer was bei der Größe der Stadt sehr erstaunlich ist. Nach einigen Stunden am Strand waren wir dann später noch in einem Showroom von Sony in dem die ganzen Roboterhunde Aibo ausgestellt waren. Komplett verrückt, aber das ist ja nichts Neues. Nach einem ausgiebigen „all you can eat“ Menü am Abend ging es danach ins Ageha in Shinkiba. Das ist ein riesen Club der angeblich die drittbeste Soundanlage der Welt hat (Link unter Rubrik Tokyo). Der Club hatte verschiedene Bereiche aber am besten war der Außenbereich mit einer großen Terrasse. Diese hatte in der Mitte einen Pool und an der Seite eine Pool-Bar und eine kleine Bude für den DJ. Rund um den Pool war dann auch die beste Party, und es wurde bei ca. 25°C und bester Strandmusik die ganze Nacht durchgefeiert. Von der Terrasse hatte man auch besten Blick auf den Hafenbereich von Tokyo und konnte so ab 4.30 Uhr den Sonnenaufgang über Tokyo beobachten. Die Atmosphäre war einfach super, es war eigentlich wie im Urlaub. Gegen 8.00 Uhr waren wir dann endlich wieder zu hause und dann war erstmal ausschlafen angesagt. Es waren wieder einmal so viele verschiedene Eindrücke an einem insgesamt absolut gelungenen Tag. Morgen ist auch schon wieder Freitag und eine Farewell-Clubbing Tour durch Tokyo steht auf dem Programm da Thomas, ein deutscher Kollege, am Sonntag zurück nach Deutschland fliegt und wir natürlich vorher noch mal ordentlich feiern müssen… | |
| 03.06.2004: Nachtrag Sumo 22.05.04 | |
| Die letzten beiden Wochen waren wieder sehr schnell vorbei und es gibt eine Menge zu berichten. Also fange ich mal mit dem Sumo an. Am Samstag dem 22.05.04 bin ich mit Marc zum Sumo nach Tokyo gefahren. Die Kämpfe finden nur 3-mal im Jahr jeweils 2 Wochen lang in Tokyo im Kokugikan Stadion statt und so war es die letzte Gelegenheit für uns. Die Halle ist extra für die Kämpfe gebaut worden und fasst 11.000 Zuschauer. Da wir noch keine Tickets hatten waren wir schon um 11 Uhr, da obwohl die richtigen Profikämpfe erst mittags losgehen. Wir konnten uns mit unseren billigen Tickets trotzdem überall hinsetzen solange die eigentlichen Platzinhaber nicht kamen. Und so saßen wir dann fast den ganzen Tag in fünf Meter Entfernung vom Ring in einer kleinen Box die eigentlich für 4 Japaner gedacht war, aber wir fanden es zu zweit schon relativ unbequem! Die Kämpfe aus direkter Nähe zu sehen war echt interessant und auch die ganze Atmosphäre in der Halle war sehr entspannt. Richtig gut wurde es dann als die Profis anfingen. Diese kamen zuerst alle einmarschiert, und wurden dann im Ring einzeln vorgestellt. Einige der Kämpfe waren auch echt spektakulär wenn z. B. mal wieder einer der Kämpfer seinen Gegner im hohen Bogen aus dem Ring geworfen hat und dieser dann auf dem Ringrichter oder im Publikum gelandet ist. Insgesamt war es wirklich sehr interessant das mal live mitzuerleben... | |
| 19.05.2004: 17.05.04 Der Alltag kehrt zurück… | |
| In der Zeit nach der Golden Week ist nicht mehr so viel passiert. Der normale Arbeitsalltag hat sich zurückgemeldet und die Wochen vergehen wie im Flug! Auch an den Wochenenden war eher etwas ruhigeres Programm angesagt, Freitag Tour durch Higashimatsuyama und Samstag dann Film gucken und danach Bundesliga hören. Sonntags war ich dann mal ein wenig einkaufen und habe mich schon mal mit einer Regenjacke ausgerüstet. Leider hat es in den letzten Wochen mehrmals geregnet und das sind scheinbar schon die Vorboten der Regenzeit die den ganzen Juni anhält. Montagabend war ich mal wieder mit meiner Abteilung essen (wie jeden Monat). Haben da viele verschiedene Fleischspieße gegessen, die hier eine Spezialitaet in Higashimatsuyama sind. Ich musste natürlich auch wieder alles probieren unter anderem Fleisch von der Zunge, vom Kopf, kleine Eier (Vogeleier???), geräucherten Tintenfisch und noch einige andere Dinge. Aber wiedermal hat alles richtig gut geschmeckt und es war eine willkommene Abwechslung zum eher schlechten Essen im Wohnheim jeden Abend. Ich hoffe in den nächsten Wochen gibt es wieder mehr zu berichten, aber da gerade ein Taifun Richtung Tokyo zieht lass ich mich mal überraschen was am Wochenende so los ist… | |
| 19.05.2004: Nachtrag Golden Week Teil 3 | |
| Auch die letzten beiden freien Tage der Golden Week waren verplant. Am Dienstag war ich mit Thomas in Asakusa, das ist ein Stadtteil von Tokyo mit einer sehr großen alten Tempelanlage. Es war sehr interessant die ganzen Tempel und Schreine dort zu sehen und auch ein wenig von den traditionellen Bräuchen mitzubekommen. Doch leider war es dort auch sehr voll, da dies ein sehr bekannter Teil von Tokyo ist und der mir vorher auch von einigen Japanern empfohlen wurde. Am Mittwoch war dann Fussball angesagt. Ich war mit noch 2 Deutschen bei einem Fussballspiel der J-League im Saitama Stadion. Das Stadion war noch ganz neu da es für die WM vor zwei Jahren gebaut wurde und in diesem auch ein Halbfinale stattgefunden hat. Es war ganz lustig zu sehen, dass die japanischen Fussballfans mindestens genauso verrückt und fanatisch sind wie die Deutschen. Das Spiel war eher unspektakulär, aber letztendlich hat die Mannschaft (siehe Link Urawa Red Diamonds unter Rubrik Tokyo) von Trainer Guido Buchwald gewonnen. Auch das muss man in Japan halt mal gesehen haben. ENDE DER GOLDEN WEEK! | |
| 19.05.2004: Nachtrag Golden Week Teil 2 | |
| Montag hat uns dann ein Japaner hier am Wohnheim abgeholt und und wir sind mit dem Auto nach Yokohama gefahren. Eigentlich keine schlechte Idee, da Yokohama direkt unterhalb von Tokyo liegt und richtig schön sein soll. Doch leider hatten ja auch viele andere Japaner frei und die gleiche Idee und so haben wir für die knapp 100 km 6h gebraucht. Die Strassen waren komplett verstopft und überall war Stau. In dem Hightech-Auto konnten wir dann leider auch immer genau sehen wieviel Stau noch kommt, und es wurde einfach nicht weniger. In Yokohama angekommen waren wir dann zuerst mal in Chinatown richtig gut essen, wie so oft wusste ich nicht was es war, aber es hat sehr gut geschmeckt! Anschließend sind wir dann an der Uferpromenade den Hafen entlanggelaufen und konnten von dort aus die Skyline von Yokohama bewundern. Direkt an die Promenade grenzt auch ein kleiner, schöner Park. Die ganze Atmosphäre war echt toll und man fühlte sich richtig wie im Urlaub. Gegen Abend waren wir dann noch auf dem Landmarktower. Er ist mit 296 m das höchste Gebäude Japans und hat den schnellsten Aufzug der Welt (750m/min). Von oben konnte man dann über ganz Yokohama und den Hafen blicken und auch im Hintergrund schon große Teile von Tokyo erkennen. Der Ausblick war auch mal wieder sehr faszinierend! Es kommt auf den Fotos leider nicht so gut rüber, kommt doch einfach selber mal vorbei und guckt es Euch an!? | |
| 19.05.2004: Nachtrag Golden Week Teil 1 | |
| Der Grund für die Golden Week hier in Japan sind verschiedene Feiertage, wie z.B. Kindertag und der Geburtstag eines Kaisers. Daher hatten wir vom 29.04. bis zum 05.05.frei. Die ersten Tage haben die meisten von uns genutzt um mal auszuschlafen, sich der schmutzigen Wäsche zu widmen, Playstation zu spielen oder einfach nur um das super Wetter zu genießen. Am Samstagabend waren wir dann in Tokyo zuerst in einer australischen Bar und anschliessend in einem super Club (siehe Link Vanilla Club unter Rubrik Tokyo). Michael, ein deutscher Kollege, hatte in der Nacht noch Geburtstag und so haben wir sehr ordentlich gefeiert, eine Menge Spass gehabt und waren schließlich Sonntag morgen nach einer langen Party-Nacht um 9.30 Uhr wieder zu hause. Das Nachtleben in Tokyo ist auf jeden Fall sehr gut, da man dort so viele verschiedene Möglichkeiten hat und überall Leute aus aller Welt anzutreffen sind. Absolut empfehlenswert! | |
| 19.05.2004: Endlich wieder online... | |
| Nach ca. 2 Wochen mit technischen Problemen ist meine Homepage nun endlich wieder online. Leider hat der alte Anbieter kurzfristig seinen Dienst eingestellt und ich musste mir einen neuen Provider suchen (Vielen Dank noch mal an Philipp). Ab jetzt wird es wieder regelmäßig Fotos und Berichte geben und natürlich freue ich mich über jeden Eintrag von Euch ins Gästebuch! | |
| 30.04.2004: Telefon!!! | |
| Seit ein paar Tagen bin ich nun endlich auch per Telefon zu erreichen. Ich habe eine Nummer in Düsseldorf auf der man mich anrufen kann. Von Düsseldorf geht es dann direkt ins Internet und dann auf meinen Laptop. Die Nummer ist: 02 11 / 58 00 44 94. Ich kann auch von hier über die Düsseldorfer Nummer in Deutschland anrufen, werde mich also vielleicht in den nächsten Wochen mal bei Euch melden. Ansonsten ruft einfach mal an wenn Ihr Lust und Zeit habt. In der Woche zwischen 19 und 23 Uhr meiner Zeit (+ 7 h) bin ich oft in meinem Zimmer anzutreffen! Würde mich freuen mal wieder mit Euch zu telefonieren!!! | |
| 30.04.2004: Nachtrag zum letzten Wochenende Teil 2 | |
| Am Sonntag habe ich dann den freien Tag genutzt und bin mal wieder nach Tokyo gefahren. Zuerst war ich in Shinjuku, der Bahnhof dort ist übrigens der größte des Landes und wird jeden Tag von rund 2 Millionen Menschen benutzt. Ein Teil von Shinjuku ist das Viertel mit den meisten Wolkenkratzern von Tokyo. Dort stehen direkt nebeneinander die verschiedensten Wolkenkratzer, unter anderem das Rathaus das von dem berühmten Architekten Tange Kenzo entworfen wurde. Im Rathaus war ich dann auch in der 45. Etage und konnte von dort aus über ganz Tokyo blicken. Es war absolut beeindruckend, die ganzen Wolkenkratzer ringsherum und ein Ende der Stadt nirgends in Sicht. In Shinjuku steht auch das Park Hyatt Hotel in dem Lost in Translation gedreht wurde, ebenfalls ein Gebäudekomplex mit 3 hohen Türmen im modernsten Design. Und mitten zwischen den Hochhäusern mal wieder ein schöner Park mit einem Schrein. Gegen Mittag war ich dann noch in Shibuya, ebenfalls ein sehr interessanter Stadtteil von Tokyo. Wenn man aus dem Bahnhof kommt steht man unmittelbar vor einer riesengroßen Kreuzung. Auf allen Seiten der Kreuzung sind große Videoleinwände an den Häusern und man weiß nicht wo man zuerst hingucken soll. Doch besonders interessant ist das Spektakel wenn die Ampel für die Fußgänger auf grün schaltet. Das habe ich dann auch gleich mal aus einem Starbucks in Ruhe beobachtet. An der Kreuzung stauen sich auf allen Seiten die Menschen an und dann wird plötzlich auf allen Seiten grün und tausende Menschen strömen zugleich kreuz und quer über die Kreuzung. Das ist der absolute Wahnsinn, auf den Fotos kommt das leider recht schlecht rüber. Später habe ich dann noch eine Runde durch Shibuya gedreht und war wieder mal fasziniert von den unzähligen Kaufhäusern und Geschäften die es dort gibt. Gerade am Abend war es besonders cool da an jeder Ecke und an jedem Haus die Leuchtreklamen und Leinwände blinken und in den buntesten Farben leuchten. Tokyo ist einfach eine interessante Stadt… | |
| 30.04.2004: Nachtrag zum letzten Wochenende Teil 1 | |
| Heute nutze ich endlich mal meine freie Zeit um mal wieder einen kleinen Lagebericht zu schreiben. Bei uns hat am Donnerstag die Golden Week angefangen und ich habe daher von Donnerstag bis nächste Woche Mittwoch frei. Aber nun erstmal zum letzten Wochenende. Wie ihr vielleicht schon bei den Fotos gesehen habt, war ich letzten Freitag mal wieder mit meiner Abteilung unterwegs. Zuerst war eine Party im Firmenrestaurant. Marc, ein weiterer Zimmernachbar von mir war zum Glück auch dabei. Die Party war mal wieder gut, typisch Japanisch, gutes Essen, viel Bier und Sake aber leider nur viel zu kurz. Und irgendwie kam es dann, dass Marc und ich uns haben überreden lassen mit unseren Chefs und noch 4 anderen Bosch Leuten in eine Karaoke Bar zu kommen. Tja und natürlich wurde uns dann nach 5 Minuten das Song Buch in die Hand gedrückt und wir sollten uns ein Lied aussuchen. Konnten natürlich auch nicht ablehnen, und so haben wir dann New York New York zusammen gesungen. Es war natürlich super schlecht aber die Japaner fanden das toll und haben sich riesig gefreut! Im Laufe des Abends haben wir dann noch nach vielen weiteren Bieren 3 weitere Lieder gesungen. War auf jeden Fall sehr lustig und schließlich muss man alles mal mitmachen!!! | |
| 18.04.2004: Die Grillsaison ist eröffnet... | |
| Seit meinem letzten Bericht habe ich schon wieder eine Menge erlebt. Am letzten Wochenende waren wir in Yori und haben uns da einen traditionellen Schaukampf angesehen (siehe Fotos Yori 11.04.04). An beiden Seiten eines Flusses in Yori waren die Krieger und Kanonen positioniert und dann wurde mal kräftig gekämpft und mit den alten Kanonen in die Luft geschossen. Das war auf jeden Fall sehr interessant und man konnte mal ein wenig über die traditionellen Bräuche in Japan erfahren. Die letzte Woche verging dann mal wieder super schnell. Endlich habe ich auch im Büro meine Aufgabe bekommen und so konnte ich dann richtig loslegen. An den Abenden in der Woche war hier auch immer was los, wir haben uns oft noch mit ein paar Leuten getroffen und was zusammen gemacht. Am Freitag war dann endlich meine Welcome-Party auf die ich mich schon lange gefreut habe. Wir waren mit allen Leuten aus meinem Büro in einem japanischen Restaurant und haben dann richtig traditionell auf dem Boden auf Tatamis an kleinen Tischen gesessen. Nach fünf Minuten im Schneidersitz konnte ich meine Beine auch schon fast nicht mehr bewegen, sehr unbequem!!! Zum Glück musste ich nach dem Essen mit einer Flasche Bier herumgehen und mich bei allen mal vorstellen und mit allen mal einen trinken. Man schenkt sich in Japan immer gegenseitig ein und sollte dann besser auch nicht ablehnen. Das gleiche haben dann andere Kollegen mit japanischem Sake gemacht und so kam es, dass viele von denen ruckzuck betrunken waren. Ist wirklich wahr, dass die nicht so viel vertragen, lustig!!! Das Essen war übrigens sehr gut, verschiedene rohe Fischsorten und noch viele andere japanische Spezialitäten (z.B. roher Tintenfisch). Zwischendurch haben dann immer mal wieder die Manager kurze Reden gehalten. Am Ende mussten alle aufstehen und mein General Manager hat gesprochen und danach mussten dann alle 3-mal, 3-mal und 1-mal in die Hände klatschen. Wusste gar nicht was das sollte, aber habe mir dann sagen lassen, dass das eine Tradition ist um die bösen Geister zu vertreiben und Gutes zu wünschen!? Nach der Party waren wir dann noch mit der Hälfte der Leute in einer Cocktailbar und anschließend wieder in einem japanischen Restaurant. Es war ein super Abend und wir hatten eine Menge Spaß! Gestern (Samstag) haben wir dann hier mit den Deutschen Jungs die Grillsaison eröffnet. Haben schön auf dem Parkplatz vor dem Wohnheim den Grill aufgebaut und dann bei bestem Wetter unseren freien Tag genießen können. Abends haben wir dann mal wieder die Bundesligakonferenz im Radio via Internet verfolgt, mussten ja gucken wer bei unserem Tippspiel gewinnt! Heute war ich dann mit Norman (Zimmernachbar) in Ikebukuro, ein Stadtteil von Tokyo. Auch heute war das Wetter mal wieder fantastisch, blauer Himmel und schön warm! Zuerst waren wir in einem Kaufhaus das bis vor kurzem das größte der Welt war, es hat 11 Etagen und jede Etage ist ungefähr so groß wie ein komplettes Kaufhaus in Deutschland. Das war super gut, aber wir werden dann in der Regenzeit da noch mal in Ruhe einkaufen gehen. Anschließend waren wir dann noch kurz in einer Ausstellung von Toyota und dann noch in verschiedenen Spielhöllen. Das war der absolute Wahnsinn, 7 Etagen nur mit irgendwelchen Automaten zum Spielen. Angefangen von Pferderennen, Schulbusfahrsimulator, Gitarre spielen, Kriegsspiele und noch viele andere verrückte Sachen. Für jeden ist da was bei, wir haben dann gleich mal das Ferrari Autorennen getestet! Auf zwei Etagen war noch ein typisch japanisches Spiel, da hat man eine große Kiste mit kleinen Metallkugeln und die muss man dann nach und nach in einen Automaten einwerfen. Das macht dann einen Höllenlärm und wenn man Glück hat kommen die Kugeln unten wieder raus. Wir haben den Sinn des Spiels nicht so richtig verstanden, aber irgendwie muss das was ganz Tolles sein! Es war auf jeden Fall mal wieder ein schönes Wochenende!!! Weitere Fotos vom Wochenende kommen in Kürze... | |
| 07.04.2004: Das erste Erdbeben... | |
| Nach mittlerweile einer Woche in Higashimatsuyama habe ich mich ganz gut eingelebt. Die Tage vergehen doch sehr schnell, muss mich erstmal an das lange arbeiten gewöhnen, ist doch ein großer Unterschied zum lockeren Studentenleben. Am Wochenende war ich mit ein paar deutschen Jungs hier aus dem Wohnheim in der Stadt von Tokio. Zuerst im Ueno-Park wo wir die Kirschblüten bewundert haben. War wirklich sehr schön, da es sehr warm war und nicht eine Wolke am Himmel zu sehen war. Anschließend ging es dann nach Akihabara, ein ganzer Stadtteil nur mit großen Elektronikgeschäften, ein absolutes Paradies, da werde ich noch öfter hinfahren. Abends waren wir dann noch in Ginza, einer der nobelsten Stadtteile von Tokio, mit riesigen Geschäften aller Top-Designer und Modefirmen der Welt. War sehr beeindruckend zwischen den ganzen Hochhäusern mit riesengroßen Leuchtreklamen. In Ginza waren wir dann auch spontan noch in einem kleinen japanischen Restaurant essen. Die haben uns natürlich gar nicht verstanden, aber anhand der Bilder konnten wir dann bestellen und es war auch echt lecker. (Fotos siehe Tokio-Stadt 03.04.04) Sonntagmorgen so gegen acht Uhr bin ich dann unsanft von einem Erdbeben geweckt worden, war sehr lustig. Ich lag im Bett und wir sind ordentlich durchgeschüttelt worden. Jetzt weiß ich warum die Japaner auf dem Boden schlafen… Bei der Arbeit hat sich noch nicht viel getan, warte noch auf meine genaue Aufgabe, aber das soll jetzt am Freitag passieren, bin mal gespannt! Also dann Danke für Eure Einträge ins Gästebuch und ich freu mich immer über E-Mails! Unter „Kontakt“ findet Ihr auch meine Adresse hier im Wohnheim falls Ihr mir mal schreiben wollt. Bis bald mal. Matthias | |
| 04.04.2004: Internet!!! | |
| Ich habe jetzt endlich eine Internet Flatrate auf meinem Zimmer, werde die Woche die Fotos hochladen und mich bei Euch allen mal melden!!! | |
| 02.04.2004: Gelandet in Tokio... | |
| Endlich habe ich ein Internetcafe gefunden und kann ein wenig berichten. Nach einem langen anstrengenden Flug und weiteren 4 Stunden Auto- bzw. Busfahrt quer durch Tokio bin ich am Mittwoch endlich gut in HigashiMatsuyama angekommen. Mein Zimmer ist schon recht uebersichtlich und ansonsten ist auch vieles sehr fremd. Kompletter Fisch mit Reis und Algen zum Fruehstueck, duschen im Sitzen oder Waschbecken auf Kniehoehe sind nur einige Beispiele (Fotos kommen noch). Meine Abteilung ist aber sehr gut, die Leute sind sehr lustig und die Arbeit wird so wie es aussieht ganz interessant. Naechste Woche steigt erstmal die grosse Welcome-Party fuer mich, das ist hier so ueblich. Natuerlich mit richtigem japanischem Essen und anschliessendem Karaoke. Morgen geht es das erste mal in die City von Tokio. Da zur Zeit die Kirschblueten bluehen und das fuer die Japaner scheinbar ein Jahreshighlight ist werde ich da wohl mal einen grossen Park aufsuchen und ein paar Fotos machen. Ab naechste Woche habe ich dann auch Internet auf meinem Zimmer, sodass ich dann auch die ersten Fotos hochladen kann (wennn ich wuesste wie??) und auch oefter schreiben kann. Also vielen Dank fuer die vielen Eintraege ins Gaestebuch und bis demnaechst mal!!! PS: Bitte wundert Euch nicht ueber so manche Fehler im Text, aber die Tastaturen sind doch etwas anders als bei uns!! | |